Die modernen Fenster

Die Fenster der Seitenschiffe aus dem 19. Jh. waren während des Zweiten Weltkriegs nicht wie die mittelalterlichen Chorscheiben ausgebaut worden. Nur mit Holzbrettern und Sandsäcken versehen, zersplitterten sie unter dem Druck der in unmittelbarer Nähe explodierenden Bomben. Nach dem Krieg hat man zunächst einfache getönte Gläser eingefügt, die auf der Südseite nach und nach durch moderne Fenster ersetzt wurden. Die beiden neuesten, 2001 fertiggestellten Fenster hat der Künstler Johannes Schreiter Weltgefährdung und Weltvollendung genannt. Im Fenster der Weltgefährdung beherrscht ein rissiger turmartiger schwarzer Balken die Bildmitte und die dunklen U-förmigen Figuren, die das menschliche Leben symbolisieren, sind zur Seite weggekippt. Im Weltvollendungsfenster dagegen strecken sie sich, in helles Weiß getaucht und von einer flackernden Flamme belebt, auf den großen querliegenden Lichtbalken oben aus. Er soll für den ewigen Frieden und das „endgültige Zur-Ruhe-Gekommen-Sein“ stehen.