Die Armenopferstöcke

Auch in einer reichen Stadt, wie es die Reichsstadt Ulm im Spätmittelalter und in der beginnenden Neuzeit gewesen ist, gab es arme Menschen. Zu ihrer Unterstützung wurden im Münster und in den anderen Kirchen Opferstöcke aufgestellt. Der Erlös wurde einmal wöchentlich an die Armen verteilt. Diese Aufgabe übernahmen vom Rat der Stadt bestellte „Bettelherren". Zwei historische Opferstöcke an den vom Chor aus gesehen beiden ersten Pfeilern rechts und links des Mittelschiffes erinnern im Münster an die durch eine „Bettelordnung“ geregelte Armenfürsorge.

Heute sind beide Opferstöcke diakonischen Projekten gewidmet, z. B. der Schuldenberatung für Jugendliche.