Der Kreuzaltar

Von dem über 5 Meter langen Kruzifix im Scheitel des Chorbogens hat der Altar darunter seinen Namen: „Kreuzaltar“. An dieser Schwelle, die einst den Bereich der Laien von dem der Geistlichen trennte, wurden in der Zeit vor der Reformation die Messen für die Verstorbenen verlesen. Die Figuren, die oben aus den Spitzfenstern, den sogenannten Wimpergen, ins Schiff blicken, sind mit Schriftbändern versehen, die um Gnade bitten. Der Altar bildet die Rückseite des Chorgestühls, mit dem er gleichsam zu verschmelzen scheint. Nicht die Trennung ist hier hervorgehoben, sondern der Zusammenhang, wie es sich für eine „Bürgerkirche“ gehört.